Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fünfgratdach
- Hohe Pfähle
- Holzwände
- Geschnitzte Gitter
Die Geschichte des Ortes
In Kampung Baru ist ein malaiisches Holzhaus auf einem hohen Pfahlgeschoss erhalten: Fünf Dachflächen laufen an einem oberen Grat zusammen, geschnitzte Gitter verdecken die Wände. Diese Form nennt man Rumah Limas; sie ist in mehreren malaiischen Bundesstaaten bekannt. Handwerker bauten das Haus aus Chengal und Meranti und rechneten damit, dass Hochwasser unter den Wohnräumen hindurchfließen würde. Der Holzboden wich im Laufe der Zeit wegen der Termiten Fliesen, doch das Dach und der über dem Boden angehobene Wohnteil bewahrten den ursprünglichen Entwurf.
Muhd Nur Muhd Amin, Erbe dieses Hauses in dritter Generation, erhielt einst ein Angebot: fünf Millionen Ringgit für das Familienanwesen. Er lehnte den Käufer ab. Ein Verkauf hätte ihm ein großes Vermögen eingebracht, seinen Kindern und Enkeln jedoch das Haus genommen, das Urgroßvater und Großvater für sie gebaut hatten.
Die erste Version des Hauses wurde im Jahr neunzehnhundertdreizehn errichtet. Muhd Nurs Großvater war Zimmermann und entwarf die Konstruktion selbst, während sein Vater am Bau beteiligt war. Sie wählten das widerstandsfähige Holz der Tropenbäume Chengal und Meranti und hoben die Wohnräume auf hohe Pfähle: In Kampung Baru kam es zu Überschwemmungen, und das Wasser sollte unter dem Fußboden hindurchfließen.
Die Einheimischen nannten das Haus „Rumah Limas“. „Rumah“ bedeutet auf Malaiisch „Haus“, und „limas“ bezeichnet ein Dach mit fünf Graten: einem oberen und vier, die zu den Traufen hinabführen. Dies ist die Bezeichnung für einen Architekturtyp, der in Selangor, Johor und Terengganu verbreitet ist.
Im Jahr neunzehnhundertneunundvierzig wurde das Haus nach dem früheren Entwurf neu gebaut. Später musste die Familie dennoch einen Teil der Konstruktion des Großvaters verändern: Die Holzböden wurden durch Fliesen ersetzt, weil Termiten sie nach Überschwemmungen beschädigten. Das Dach, die Holzwände, die geschnitzten Gitter und das hochgelegene Wohngeschoss blieben erhalten.
Hier leben weiterhin die Nachkommen der Erbauer. Unter dem Haus stehen noch immer genau jene hohen Pfähle, die Muhd Nurs Großvater gegen das Wasser angelegt hatte; über ihnen steht das Haus, dessen Verkauf sein Enkel zugunsten der nächsten Generation ablehnte.
Praktisch vor Ort
Privates Wohneigentum; Besichtigung nur von der öffentlichen Straße aus und nur, ohne durch das Tor einzudringen. Am Abend ist die Sicht schlechter, und der Respekt vor den Bewohnern ist wichtiger als ein Foto.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Besichtigen und fotografieren Sie das Haus nur von einem öffentlich zugänglichen Ort aus; betreten Sie weder den Hof noch schauen Sie in die Fenster. Der private Empfang einzelner Gäste bedeutet keinen freien Zugang.
