Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Stuckfassade
- Ehemaliger Verkaufsladen
- Hofbauten
Die Geschichte des Ortes
Die Türen der Stuckfassade führen in sechs Museumssäle, die im ehemaligen Wohnhaus eingerichtet sind. Ein separater ehemaliger Laden dient als Ausstellungssaal, in dem neue Ausstellungen einander ablösen. Im Hof daneben arbeiten handwerkliche Werkstätten, eine Tierecke und das Museumstheater „Traktir“.
Der Familienname Nikolajew im Namen bezieht sich auf Alexei Nikolajew, einen Kaufmann aus Jelabuga, der sein Geld mit dem Handel mit Eisenwaren verdiente. So nannte man Schlösser, Türscharniere, Riegel, Nägel und andere Metallvorräte für Haus, Baustelle und Werkstatt. In den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts gehörte ihm hier ein ganzes Anwesen: ein zweistöckiges Wohnhaus mit Keller und Mezzaningeschoss, Verkaufsläden und Hofbauten. Die Käufer kamen wegen der alltäglichen Eisenwaren in die wichtigste Handelsstraße, die Kasanskaja-Straße, während die Familie des Kaufmanns in demselben Anwesen lebte.
Nikolajew blieb bis zur Revolution Eigentümer des Anwesens. Danach verschwand sein Handel von hier. Das offizielle Register nennt das Denkmal nun nüchtern „Wohnhaus“, doch mit der Adresse blieb der Familienname des Menschen erhalten, dessen Ladeneinkünfte diese Räume und die schmuckvolle Stuckfassade unterhielten.
Das Stadtgeschichtliche Museum bestand seit eintausendneunhundertachtzig, doch erst später wurde es in dieses Haus verlegt. Vor dem tausendjährigen Jubiläum Jelabugas bereiteten die Direktorin des Jelabugaer Museumsreservats, Gulzada Rudenko, und ihre Mitarbeiter einen neuen heimatkundlichen Komplex vor. Sie mussten ihn bis zum festgesetzten Termin fertigstellen und in einem Hof eine historische Ausstellung, handwerkliche Werkstätten, eine Tierecke und das Museumstheater „Traktir“ unterbringen.
Für einen solchen Plan eignete sich die Anlage des Anwesens des Kaufmanns Nikolajew, in dem schon zu Zeiten des Kaufmanns Wohn-, Handels- und Wirtschaftsräume getrennt waren. Rudenko und ihr Team rekonstruierten die Gebäude, und am fünfundzwanzigsten August zweitausendsieben empfing der Komplex seine ersten Besucher.
Heute befinden sich in dem ehemaligen Wohnhaus sechs Museumssäle. In dem früheren Verkaufsladen ist ein Ausstellungssaal eingerichtet: Dort, wo Nikolajew Schlösser und Türscharniere verkaufte, hängen die Museumsmitarbeiter heute wechselnde Ausstellungen auf.
Praktisch vor Ort
Dienstag–Sonntag 09:00–18:00; Montag — Ruhetag. An Feiertagen sind Änderungen möglich.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Lesen Sie die Anlage des Hauses von außen an der Fassade und den Eingängen ab. Wenn das Museum geöffnet ist, betrachten Sie die Räume als Arbeitsbereiche eines großen Anwesens, nicht als erstarrtes repräsentatives Interieur.
