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Friedrichsburger Tor

Фридрихсбург

Das Finale führt die Route zurück zum Flusshandel und zu der Befestigung, die den westlichen Zugang zur Stadt kontrollierte.

25 Min.
Das backsteinerne Friedrichsburger Tor mit vier runden Türmchen.
Рина Мороз · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Backsteinfassade
  • Zentrales Portal
  • Runde Türme
  • Zinnenbrüstungen

Die Geschichte des Ortes

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Das Backsteintor mit runden Türmen und Zinnenbrüstungen ist von Friedrichsburg erhalten geblieben, einer Zitadelle mit vier Bastionen, die einst dieses Grundstück einnahm. Der heutige Bau entstand später als die Festung selbst. Nach eintausendneunhundertzehn trugen Eisenbahner ihre Erdbefestigungen ab, schütteten die Gräben zu und verlegten hier Gleise. Vom gesamten Fort blieben der Name und dieser Backsteineingang erhalten.

In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts dienten diese Tore als Eingang zu einem eigenständigen Fort am westlichen Flusszugang nach Königsberg. Heute befindet sich im Inneren eine Filiale des Museum der Weltmeere, die dem Schiffbau und Peter I. gewidmet ist. Der Zar hielt sich tatsächlich in der früheren Festung auf und absolvierte hier und in Pillau eine Artillerieausbildung. Doch der entscheidende Beschluss, der den Standort Friedrichsburgs erklärt, wurde vierzig Jahre vor seiner Ankunft gefasst.

Im Jahr eintausendsechshundertsiebenundfünfzig befahl Kurfürst Friedrich Wilhelm dem Hofmathematiker und Festungsbaumeister Christian Otter, hier eine quadratische Zitadelle mit vier Bastionen zu errichten. Es herrschte der Zweite Nordische Krieg, und die Befestigung sollte feindlichen Schiffen den Weg den Pregel hinauf versperren. Ihre Lage erlaubte noch etwas anderes: Die Geschütze hatten die Flussroute im Visier, über die Königsberg mit dem Meer Handel trieb.

Die Ländereien des Kurfürsten lagen zu beiden Seiten Preußens, und zu ihrem Schutz war ein stehendes Heer nötig. Die Königsberger Stände waren nur mit eigener Zustimmung bereit, Geld und Soldaten zu stellen. Friedrich Wilhelm wollte selbst darüber verfügen. Für den Bau der Zitadelle nahm er ein Grundstück an sich, das der Gemeinde Kneiphof gehörte. Die Kaufleute waren empört: Ihr Einkommen hing vom Flusshandel ab, doch nun kontrollierte die Garnison des Kurfürsten den Zugang zum Meer. Friedrich Wilhelm antwortete, im Interesse der Festung erlaube das Staatsinteresse die Enteignung städtischen und privaten Landes.

„Friedrichsburg“ bedeutet „Friedrichs Festung“. Nach der in Kaliningrad anerkannten historischen Version widmete der Kurfürst den Namen seinem Sohn Friedrich, der im selben Jahr eintausendsechshundertsiebenundfünfzig im Königsberger Schloss geboren wurde. Dieses Kind wurde später der erste König von Preußen. Die Zitadelle setzte hingegen den Plan seines Vaters um.

Der wichtigste Gegner des Kurfürsten unter den Stadtbewohnern wurde Hieronymus Roth, ein Kaufmann aus Kneiphof und Schöppenmeister – der Leiter der städtischen Richter. Roths Handelsgeschäft ging immer schlechter, doch die Zünfte und Stadtbewohner betrachteten ihn weiterhin als ihren Vertreter. Er setzte sich dafür ein, dass Steuern und Ständeversammlungen weiterhin von der Zustimmung der Preußen selbst abhingen. Als Friedrich Wilhelm eine neue Akzise verlangte – eine Abgabe auf Waren des täglichen Bedarfs –, weigerte sich Königsberg zu zahlen. Roth reiste heimlich zu dem polnischen König Johann II. Kasimir, dem früheren Lehnsherrn Preußens, und bat ihn einzugreifen. Hilfe erhielt er nicht.

Im Herbst eintausendsechshundertzweiundsechzig führte Friedrich Wilhelm etwa zweitausend Soldaten vor Königsberg. Die Geschütze der Friedrichsburg wurden auf die Stadt gerichtet. Die Leute des Kurfürsten versperrten mit Wagen die Straße bei Roths Haus, ergriffen ihn und führten ihn fort. Die Stadtbewohner unterwarfen sich, und ein Jahr später leisteten die preußischen Stände Friedrich Wilhelm den Eid.

Roth wurde die Freiheit angeboten, wenn er sich als Verräter bekannte und um Begnadigung bat. Er lehnte ab. Man schickte ihn in die weit von Königsberg entfernte Festung Peitz, wo er sechzehn Jahre verbrachte und im Jahr eintausendsechshundertachtundsiebzig starb.

Die Backsteintürme vor Roth gab es damals noch nicht: Das heutige Tor wurde im Jahr achtzehnhundertzweiundfünfzig errichtet. Nach eintausendneunhundertzehn trugen Eisenbahner die Bastionen ab, schütteten die Gräben zu und verlegten Gleise durch das ehemalige Fort. Von der Zitadelle, deren Geschütze einst auf Königsberg gerichtet worden waren, blieben ihr Name und der spätere Eingang erhalten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittaußen frei zugänglich; Ausstellung mit Eintrittskarte

Mi–So 10:00–19:00; Mo–Di geschlossen.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Von außen ist der gesamte Festungscharakter des Tores sichtbar. Das Peter-der-Große-Zentrum und die Bereiche zu Booten und Schiffbau sollten Sie erst nach Prüfung der Besuchsbedingungen gesondert einplanen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am Tor, wo der Flussweg Königsbergs auf die Macht der Festung traf.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Spuren von Königsberg in Kaliningrad: vom Königstor bis zur Friedrichsburg“ — 8 Stopps, etwa 6,7 km, 4 Std. 30 Min..

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