Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Hohe steinerne Plattform
- Garuda-Pavillon
- Steinerne Garuda-Figur
- Zweigeschossige Gebetshalle
Die Geschichte des Ortes
Königin Kanakavati, die Frau von Man Singh dem Ersten, dem Herrscher von Amber, ließ diesen Tempel errichten, um den Namen ihres verstorbenen Sohnes Jagat Singh zu bewahren. Er war der älteste Sohn und Erbe der Familie und erwarb seine Stellung im Dienst des Mogulkaisers Akbar: Er befehligte Truppen, erhielt Aufträge am Hof und Auszeichnungen.
Bis zum Jahr eintausendfünfhundertneunundneunzig hatte sein Vater für Jagat eine wichtige Ernennung erwirkt. Man Singh verwaltete im Namen Akbars das ferne Bengalen und bat darum, seinen Sohn zu Man Singhs Stellvertreter zu ernennen. Der Kaiser stimmte zu. Jagat sollte Agra verlassen und die Verwaltung einer riesigen Provinz übernehmen, starb jedoch am sechsundzwanzigsten September, ohne sich auf den Weg gemacht zu haben. Statt seiner schickte man seinen Sohn Maha Singh nach Bengalen. Kanakavati wählte zum Andenken an Jagat die Form eines aktiven vaishnavitischen Tempels der Vishnu-Verehrer in der Heimatstadt der Familie, unterhalb des Amber-Palasts. Der Bau begann im Jahr seines Todes und war bis zum Jahr eintausendsechshundertacht vollendet. Auf einer hohen steinernen Plattform errichtete man ein Heiligtum für Radha und Krishna, eine zweigeschossige Gebetshalle und einen Pavillon für Garuda, den Begleiter Vishnus.
Der Name lässt zwei Lesarten zu. Das Wort „shiromani“ bedeutet Krone oder höchstes Juwel; daher klingt „Jagat Shiromani“ wie ein religiöses Lob der Gottheit – „Juwel der Welt“. Zugleich ist Jagat der persönliche Name des Menschen, für den Kanakavati den Tempel in Auftrag gab.
Mit dem schwarzen Bildnis Krishnas ist eine eigene Tempelüberlieferung verbunden. Man hält es für genau jene Statue, vor der die Dichterin und Krishna-Verehrerin Mirabai in Mewar betete. Nach der traditionellen Fassung brachte Man Singh das Bildnis von Chittorgarh nach Amber. Eine lückenlose dokumentarische Geschichte der Statue gibt es nicht, daher bleibt die Verbindung mit Mirabai eine Überlieferung; sie gab dem Tempel seine zweite Bezeichnung – Jagat-Shiromani-Tempel.
Im Heiligtum verehrt man weiterhin Krishna, vor dem Eingang steht ein steinerner Garuda, und der offizielle Name wiederholt noch immer den Namen des Erben, der nicht mehr rechtzeitig nach Bengalen reisen konnte.
Praktisch vor Ort
Aktiver Tempel und geschütztes Denkmal; der Zugang kann von Gottesdiensten, Feiertagen und Anordnungen vor Ort abhängen. Offizielle Öffnungszeiten für diesen Ort sind in den gefundenen staatlichen Quellen nicht bestätigt.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Ziehen Sie vor dem Eingang die Schuhe aus, stören Sie die Andacht nicht und bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie einen Gottesdienst oder Besucher fotografieren.
