Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Brückengeländer
- Der Hoài
- Die Nguyễn-Hoàng-Straße
- Abendliche Marktstände
Die Geschichte des Ortes
Der Hoài unter der Brücke ist ein kleiner Arm des Thu Bồn. Am Nordufer endet die Bạch-Đằng-Straße der Altstadt, am Südufer liegt das Viertel An Hội. Daher der Name der Überfahrt: Die Brücke führt nach An Hội.
In den achtziger Jahren sah dieses Ufer wie eine arme Sandbank aus. Die Häuser hatten keine Nummern, die Gassen keine Namen. Ein Teil der Familien aus dem Fischerdorf lebte direkt auf Booten. Das Boot brachte Einkommen und diente als Wohnung; unter den Erwachsenen gab es Menschen, die nicht lesen und unterschreiben konnten, und die Geburten von Kindern wurden mitunter erst mit großer Verspätung registriert.
Zwischen neunzehnhundertsechsundachtzig und neunzehnhundertachtundachtzig dauerte die Umsiedlung der Fischerfamilien an Land drei Jahre. Danach erhielt die Bootsgemeinschaft feste Häuser, doch das Ufer brauchte weiterhin Straßen, Strom und eine zuverlässige Verbindung zur Altstadt.
Die Bewohner von An Hội investierten mehr als dreizehn Milliarden Dong in die Umgestaltung ihrer Sandbank. Zusammen mit städtischen Mitteln überstieg die Gesamtsumme dreißig Milliarden. Dieses Geld floss in die Befestigung und Gestaltung des Ufers, in die Nguyễn-Hoàng-Straße, die Gassen und die Brücke. Die Menschen zahlten für den Übergang, den sie selbst täglich nutzten, und für die Straßen vor ihren eigenen Häusern. Bis zur Mitte der zweitausendzehner Jahre gab es in An Hội und dem benachbarten Đồng Hiệp mehr als fünfhundertfünfzig Haushalte; mehr als die Hälfte der Familien verdiente bereits mit Handel, touristischen Dienstleistungen und Handwerk.
Die frühere Brücke hatte mehr als vierzig Jahre gedient und war in einen für den Verkehr gefährlichen Zustand geraten. Sie wurde abgebaut, und am siebenundzwanzigsten März zweitausendacht eröffnete man die heutige Überfahrt mit Geländern im historischen Stil. An ihrem südlichen Ende gibt es keine Boote mehr, die als Wohnungen dienten. Dort beginnt die Nguyễn-Hoàng-Straße mit abendlichen Marktständen – auf genau jener Sandbank, deren Bewohner einen Teil des Geldes für die Brücke zusammentrugen.
Praktisch vor Ort
Öffentlicher Freiraum; die untere Ebene hängt von Hochwasser und temporären Absperrungen ab.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Nach Einbruch der Dunkelheit wird es hier enger: Halten Sie sich am Rand des Menschenstroms und gehen Sie vorsichtig ans Wasser. Eine Bootsfahrt und das Aussetzen einer Laterne sind nicht obligatorisch.
