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Amalienborg

Amalienborg

Hier wird sich eine vorübergehende Maßnahme nach einem Brand als dauerhafte Einrichtung der königlichen Residenz erweisen.

25 Min.
Amalienborg
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Worauf achten

  • Vier gleiche Palastfassaden
  • Reiterstatue von Frederik V.
  • Überdachter Übergang über der Amaliegade
  • Säulen mit sandhaltiger Farbgebung

Die Geschichte des Ortes

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Der Platz besteht aus vier Palastfassaden, die auf die Reiterstatue im Zentrum ausgerichtet sind. Hinter dieser genauen Symmetrie verbergen sich vier getrennte Besitztümer: Aristokraten erhielten benachbarte Grundstücke und den Auftrag, nach einem einheitlichen Entwurf von Nicolai Eigtved zu bauen. Den Namen des Viertels hinterließ das Schloss von Sophie Amalie, das lange vor den heutigen Häusern unweit davon stand. Anfangs diente dieses gesamte Ensemble nicht als königliche Residenz.

Über der Amaliegade sind die beiden südlichen Palais durch einen überdachten Übergang auf ionischen Säulen verbunden. Die Säulen wirken wie Stein, obwohl sie aus Holz gedrechselt sind: Der Farbe wurde Sand beigemischt. Diese Sparsamkeit erklärt sich aus der Planung der Bauherren – der Übergang sollte nach einigen Jahren wieder abgebaut werden.

Der Name Amalienborg ist älter als die heutigen Fassaden. Im Jahr eintausendsechshundertneunundsechzig ließ Königin Sophie Amalie, die Ehefrau von Frederik III., unweit davon Schloss Sophie Amalienborg errichten. Zwanzig Jahre später brannte es ab. Davon ist hier nichts geblieben außer dem Namen, der auf das neue Viertel überging.

Die vier heutigen Gebäude entstanden erst unter Frederik V. – jenem König, dessen Reiterstatue in der Mitte des Platzes steht. Er wies vier Aristokraten Grundstücke zu und verpflichtete sie, nach einem Entwurf von Nicolai Eigtved getrennte Stadtpalais mit gleichen Fassaden zu errichten. Deshalb verbergen sich hinter der äußeren Symmetrie vier eigenständige Häuser. Für die königliche Familie waren sie ursprünglich nicht bestimmt.

Alles änderte sich in der Nacht vom sechsundzwanzigsten auf den siebenundzwanzigsten Februar eintausendsiebenhundertvierundneunzig. Schloss Christiansborg, die damalige Residenz des dänischen Königs, geriet in Brand. Am Morgen waren Christian VII., sein Sohn und der gesamte Hof ohne bewohnbare Unterkunft. Innerhalb weniger Tage erwarb der König zwei benachbarte Stadtpalais in Amalienborg. Christian selbst brachte man im ehemaligen Moltke-Palais unter. Kronprinz Frederik bezog das ehemalige Schack-Palais.

Vater und Sohn waren Nachbarn, doch eine gewöhnliche Straße konnte sie nicht trennen. Wegen seiner psychischen Erkrankung widmete Christian VII. sich kaum den Staatsgeschäften. Seit dem Jahr eintausendsiebenhundertvierundachtzig leitete der sechzehnjährige Frederik das Land in seinem Namen. Er setzte eine Regel durch, nach der Gesetze und Erlasse erst nach zwei Unterschriften in Kraft traten – der des Königs und der des Thronfolgers. Zehn Jahre später befanden sich die Unterschriften in verschiedenen Palais, während der Staatsrat, Besprechungen und Empfänge ständige Wege zwischen ihnen erforderten.

Frederik beauftragte den Hofarchitekten Caspar Frederik Harsdorff, die Häuser zu verbinden. Der Architekt errichtete einen geschlossenen Korridor über der Straße: Unten konnten Kutschen weiterhin durchfahren, während König, Thronfolger und ihre Gäste von Palais zu Palais wechseln konnten, ohne den Platz zu betreten. Die hölzernen Säulen wählte man, weil die königliche Familie nach dem Wiederaufbau von Schloss Christiansborg ausziehen und die vorübergehende Galerie abbauen wollte.

Christian VII. blieb bis zu seinem Tod im Jahr achtzehnhundertacht König. Frederik regierte während dieser ganzen Zeit das Land in seinem Namen und bestieg danach als Frederik VI. den Thron. Schloss Christiansborg wurde wieder aufgebaut, auch die übrigen Stadtpalais von Amalienborg gingen an die königliche Familie über, doch sie behielt hier ihre Residenz. Harsdorffs hölzerner Übergang verbindet noch immer zwei Palais, und die Mitglieder der königlichen Familie nutzen weiterhin genau diesen vorübergehenden Weg zwischen den Häusern von Vater und Sohn.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktAmaliehaven
Eintrittvon außen
In Karten öffnen

Der Platz ist rund um die Uhr geöffnet. Das Museum im Palais Christian VIII. ist gewöhnlich von 10:00–16:00 geöffnet; von November bis April montags geschlossen. Die Wachablösung findet täglich um 12:00 statt.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Platz lässt sich ohne Museumsbesuch besichtigen. Halten Sie Abstand zu den Dienstzugängen und behindern Sie nicht die Arbeit des Sicherheitsdienstes; die Palastsammlungen erfordern eine gesonderte Planung.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Setzen Sie die Palastlinie zum Wasser fort und betreten Sie den Garten hinter der Straße.

Stopp 4 von 8Weiter: Amaliehaven

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Königliches Kopenhagen: Paläste, Zitadelle und Hafen“ — 8 Stopps, etwa 3,3 km, 3–4 Stunden.

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