Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Tresen mit Karten
- Postkarten und Notizbücher
- Plan der Gassen von Gamcheon
Die Geschichte des Ortes
Hinter dem Tresen des Informationszentrums verkaufen die Bewohner von Gamcheon Karten und Postkarten, Touristenführer beantworten Fragen, und hier kann man auch Gepäck aufbewahren. Dieser Handel hat einen Grund: Das Zentrum wurde als Dorfunternehmen geschaffen, und das Geld für eine Karte sollte zu denen zurückfließen, deren Häuser auf ihr eingezeichnet waren.
Im Jahr zweitausendneun gewannen Bewohner und örtliche Künstler den staatlichen Wettbewerb „Träumen von Machu Picchu in Busan“. Mit den erhaltenen Mitteln wurden in den Gassen die ersten Kunstwerke aufgestellt. Besucher verbreiteten Fotos von Gamcheon im Internet. Im Jahr zweitausendelf kamen fünfundzwanzigtausend Menschen hierher, und zwei Jahre später waren es bereits mehr als dreihunderttausend, ungefähr dreißigmal so viele wie die damalige Bevölkerung des Dorfes.
Für die Hausbesitzer war dieser Erfolg durchaus greifbar. Fremde verwechselten die Wohngassen mit Ausstellungsräumen, betraten Höfe und stiegen für ein Foto sogar auf die Dächer. Im Februar zweitausendzehn gründeten die Bewohner einen Verwaltungsrat für das Kulturdorf. Seine Mitglieder begannen selbst, Routen zusammenzustellen, Gruppen zu führen und Karten, Postkarten und Notizbücher zu verkaufen. Die Karte lenkte die Menschen durch ausgewählte Gassen, und der Rat behielt die Einnahmen im Dorf.
Im Jahr zweitausenddreizehn ließen die Bewohner ihre Vereinigung als gemeinnützige Organisation registrieren. Mit Unterstützung der Stadt entstanden ein Informationszentrum, ein Café, ein Restaurant und Werkstätten; zusammen verschafften sie dreiundvierzig Einwohnern eine feste Arbeit. Innerhalb der Vereinigung stellte man ein Team aus vierzehn Handwerkern zusammen. Mit dem Geld, das das Dorf verdiente, tauschten sie Moskitonetze und Stromleitungen aus, verputzten Wände, strichen Häuser, reparierten Treppen und Gassen – auch bei einkommensschwachen Nachbarn.
Diese Kasse besteht auch heute noch. Im Februar zweitausendsechsundzwanzig verwendete die Vereinigung einen Teil der gemeinsamen Einnahmen der Dorfunternehmen für Marktgutscheine für alle dreitausendvierzehn Haushalte von Gamcheon. Am Tresen werden weiterhin Karten und Postkarten verkauft – genau die Waren, mit denen der Rat der Bewohner begann, eigenes Geld für das Dorf zu sammeln.
Praktisch vor Ort
Infozentrum: März–Oktober 09:00–18:00, November–Februar 09:00–17:00; ein diensthabender Touristenführer und Gepäckaufbewahrung sind angegeben. Geprüft am 2026-07-01.
Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Nehmen Sie eine Karte, falls sie verfügbar ist, aber betrachten Sie nur öffentliche Orte als markiert. Halten Sie Durchgänge und Treppen frei.
