Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Niedrige Mauer zur Straße hin
- Zentrale Kapelle
- Datum 1713 an der Kapelle
- Wohnhäuser rund um den Hof
Die Geschichte des Ortes
Das Godshuis De Vos nimmt einen kleinen Hof ein, in dem die Wohnhäuser ringförmig angeordnet sind und die Kapelle in der Mitte geblieben ist. Die niedrige Mauer zur Straße hin ermöglicht einen Blick ins Innere, obwohl der Hof früher vor Passanten verschlossen war. Die sechs früheren Häuschen wurden nach der Restaurierung zu vier modernen Apartments, und in ihnen leben bis heute ältere Einwohner von Brügge; das Jahr eintausendsiebenhundertdreizehn an der Kapelle bezeichnet den Beginn der Bauarbeiten.
Im Jahr eintausendsiebenhundertvierzehn zogen hier sechs verarmte Witwen über fünfzig Jahren ein. Der Gründer bevorzugte Katholikinnen aus Brügge. Jede erhielt ein eigenes Häuschen, freitags wurde Brot ausgegeben und einmal im Monat fünfzehn Schilling. Für eine Frau, die ohne Ehemann und eigenes Einkommen geblieben war, bedeutete das ein Dach über dem Kopf und dauerhaften Unterhalt.
Die Hilfe war an Bedingungen geknüpft. Das Tor wurde streng nach Uhrzeit geöffnet und geschlossen. Zweimal täglich versammelten sich die Frauen in der Kapelle und beteten für den Menschen, der ihre Unterkunft bezahlt hatte. Eine Erkrankte mussten die Nachbarinnen pflegen. Eine der Witwen wurde zur Verwalterin ernannt: Sie achtete auf Ordnung und die Einhaltung der Regeln.
Dieser Mann hieß Christiaan De Vos. Ihm gehörte das Nachbarhaus am Wijngaardplein. Im Jahr eintausendsiebenhundertdreizehn stellte er einen Teil seines eigenen Gartens für das Godshuis De Vos zur Verfügung und ließ um den Hof sechs Häuschen mit einer Kapelle errichten. Aus seinem Garten führte ein eigenes Pfortchen hierher, sodass De Vos selbst kontrollieren konnte, wie die Witwen lebten und ob sie die von ihm festgelegte Ordnung einhielten. Wohltätigkeit, Gebete für die Seele des Gründers und tägliche Aufsicht fanden in einem einzigen Hof Platz.
Im Jahr eintausendsiebenhundertneunzehn starb De Vos. Die Verwaltung übergab er den Priestern der Pfarrei Unserer Lieben Frau, doch das Recht zu entscheiden, wen man in den Häuschen unterbrachte, behielt sein Sohn Jan. Die Frauen erhielten auch nach dem Tod des Gründers weiterhin Unterkunft und Unterhalt, und die Familie wählte noch einige Zeit lang diejenigen aus, die einen Platz bekamen.
Der Name an der Fassade ist der Familienname von Christiaan De Vos. Das Jahr eintausendsiebenhundertdreizehn an der Kapelle bezeichnet den Beginn der Bauarbeiten, während eintausendsiebenhundertfünfzehn im Namen des Godshuis De Vos dessen offizielle Gründung bezeichnet. Im Jahr neunzehnhundertdreiundsechzig senkte man die Mauer zur Straße hin ab, und der Hof wurde für Passanten sichtbar. Nach einer späteren Restaurierung fasste man die sechs früheren Wohnungen zu vier modernen Apartments zusammen. Hier leben weiterhin ältere Einwohner von Brügge, und die zentrale Kapelle blieb genau an jener Stelle, zu der die ersten sechs Witwen kamen, um für De Vos zu beten.
Praktisch vor Ort
Private Wohnanlage; nur Außenbesichtigung von der Straße aus.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Godshuis De Vos bleibt Wohnraum für ältere Menschen: Besichtigen Sie es, ohne in private Räume einzudringen, und rechnen Sie nicht mit freiem Zugang zur Kapelle.
