Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Drei geschwungene Backsteintürme
- Breite Treppe
- Schilder „Privatbesitz“
- Offene Durchgänge
Die Geschichte des Ortes
Die Wohnungen in den drei Backsteintürmen waren von Anfang an für berufstätige Familien mit mittlerem Einkommen bestimmt. Die Bögen der Gebäude umschließen die runde Plaza Cultural La Santamaría, und eine breite Treppe am Hang verbindet die Carrera 5 mit dem Parque de la Independencia. Statt eines geschlossenen Hofs ließ man hier Gärten, Terrassen und Durchgänge zwischen den Hauseingängen. Die Treppe nahm den Platz eines ruhigen Abschnitts der Calle 28 ein und führt bis heute durch das Viertel.
Als der Bau abgeschlossen war, gingen die Auftraggeber gemeinsam mit dem Architekten Rogelio Salmona durch die Höfe, über die Treppen und durch die Gärten und verlangten anschließend, die Wohnhäuser einzuzäunen. Das Gelände gehörte den Wohnungseigentümern, und der Banco Central Hipotecario wollte es deutlich von der Straße abgrenzen. Salmona, der einen freien Durchgang zwischen den Türmen erreichen wollte, weigerte sich, einen Zaun zu errichten. Daraufhin bot man ihm an, wenigstens die Grenze zu kennzeichnen. Er ließ Metallschilder mit der Aufschrift „Privatbesitz“ in das Pflaster einsetzen. Dabei blieb es.
Der Banco Central Hipotecario beauftragte Salmona Mitte der neunzehnhundertsechziger Jahre mit Wohnraum für berufstätige Familien mit mittlerem Einkommen. Viele Wohnungen sollten auf dem steilen Gelände nahe der Plaza Cultural La Santamaría untergebracht werden, und zugleich musste der Preis niedrig bleiben. Die übliche Lösung wären gerade Gebäuderiegel mit einem geschlossenen Hof gewesen. Salmona widmete einen beträchtlichen Teil des Grundstücks Wegen, Gärten und Plätzen und ordnete die drei Backsteintürme bogenförmig um die runde Arena an. Einen wenig genutzten Abschnitt der Calle 28 ersetzte er durch eine breite Treppe, über die man zwischen der Carrera 5 und dem Parque de la Independencia gehen kann.
Der offizielle Name der Anlage lautet deshalb „Residencias del Parque“, Parkresidenzen, der gebräuchliche Name in Bogotá dagegen „Torres del Parque“, Türme am Park. Es sind Wohnhäuser: Hinter den Eingangstüren beginnen Wohnungen, Flure und Aufzüge. Die Treppen, Terrassen und Durchgänge an ihrem Fuß aber blieben der Stadt erhalten. Die private Grenze besteht hier rechtlich und ist durch Schilder unter den Füßen markiert, doch der Architekt ließ nicht zu, dass sie den Weg versperrt.
Nach der Übergabe der Häuser zog Salmona in einen der Türme. Nun ging es um seinen eigenen Hauseingang und seine Familie, nicht um einen bereits abgeschlossenen Auftrag. Als ein Teil der Nachbarn später aus Sicherheitsgründen Gitter verlangte, traten der Architekt und andere Bewohner dagegen auf. Die Befürworter eines Zauns unterlagen, und die Durchgänge blieben offen.
An der Grenze der Anlage liegen weiterhin die metallenen Worte „Privatbesitz“. Dahinter steht kein Zaun: Die Treppe führt zwischen den Wohntürmen weiter zum Park.
Praktisch vor Ort
Besichtigung von außen aus öffentlichen Bereichen; dies ist eine Wohnanlage, der Zugang zu Eingängen und privaten Bereichen ist verboten.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Dies ist eine Wohnanlage: Bleiben Sie in den zugänglichen Durchgängen, betreten Sie keine privaten Bereiche und fotografieren Sie Bewohner nicht aus der Nähe. Den besten Eindruck vermittelt ein Rundgang zwischen den verschiedenen Ebenen.
