Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bogenhalle
- Seiteneingänge
- Luke über der Durchfahrt
- Fahrradweg
Die Geschichte des Ortes
Die Stadt ließ die Straße vom alten Amsterdam zur südlichen Bebauung nicht sperren, als hier das Rijksmuseum geplant wurde. Der Museumsbau wurde über der vertrauten Route errichtet: Die Bogenhalle führt durch das ganze Gebäude, und die Eingänge liegen an ihren Seiten. Über dem Fahrradweg befinden sich die Ausstellungssäle, und in der Decke ist eine längliche Luke zu sehen. Am unteren Teil des Gebäudes bewegen sich den ganzen Tag Fußgänger und Fahrräder.
Unter der Bogenhalle des Rijksmuseums verläuft die Museumstraat, eine Stadtstraße, die Fußgängern und Radfahrern offensteht. In den Seitenwänden befinden sich die Eingänge zum Nationalmuseum, und über der Durchfahrt liegen die Ehrenhalle und der Saal von „Die Nachtwache“.
Diese Anlage entstand aus der Berechnung des städtischen Ingenieurs Jan Kalff. Im Jahr eintausendachthundertvierundsiebzig setzte er das künftige Museum direkt über die geplante Straße: So blieb der Stadt mehr benachbartes Land zum Verkauf. Amsterdam verlangte, die Straße vom alten Zentrum zu den im Bau befindlichen südlichen Vierteln zu erhalten, und der Architekt Pierre Cuypers verwandelte sie in eine Bogenhalle durch das Gebäude.
Diese Straße unter den Museumssälen erwies sich bei einer Gefahr als nützlich, für die Cuypers sie nicht vorgesehen hatte. Im Jahr eintausendneunhundertvierunddreißig schnitt man eine lange Luke in den Boden des Saals von „Die Nachtwache“. Durch sie konnten große Gemälde direkt in die Durchfahrt hinabgelassen werden, ohne die Treppen zu benutzen. Drei Jahre später probten die Mitarbeiter die Evakuierung: Sie nahmen Rembrandts riesige Leinwand vom Rahmen und hielten sie mit Seilen fest.
Der Generaldirektor des Museums, Frederik Schmidt-Degener, gestaltete fünfzehn Jahre lang die Ausstellung um und setzte sich dafür ein, dass die Gemälde in einer durchdachten Ordnung hingen. Am fünfundzwanzigsten August eintausendneunhundertneununddreißig, als die Niederlande begannen, die Armee auf einen möglichen Krieg vorzubereiten, musste er seine eigene Arbeit abbauen. Das Museum wurde geschlossen, und die Mitarbeiter begannen, rund dreißigtausend Objekte wegzubringen.
„Die Nachtwache“ wurde durch die Luke in die Bogenhalle hinabgelassen und zu Kasteel Radboud in Medemblik gebracht. Nach dem deutschen Einmarsch brachte Schmidt-Degener das Gemälde persönlich weiter in ein Schutzdepot. Durch die Öffnung des Bunkers passte die Leinwand nicht. Draußen nahm man sie aus dem Rahmen und rollte sie mit der Farbschicht nach außen auf einen mit weichem Stoff gepolsterten Zylinder. Es folgten noch mehrere weitere Transporte; im Jahr eintausendneunhundertzweiundvierzig versteckte man das aufgerollte Gemälde in einem Stollen unter dem Sankt-Petersberg bei Maastricht, in einer Tiefe von fünfunddreißig Metern.
Schmidt-Degener starb im Jahr eintausendneunhunderteinundvierzig und erlebte die Rückkehr seiner Ausstellung nicht mehr. „Die Nachtwache“ überstand den Krieg unbeschädigt und nahm im Sommer eintausendneunhundertfünfundvierzig wieder ihren Platz im Museum ein.
Die Luke über der Durchfahrt blieb erhalten. Im März eintausendneunhundertdreizehn hob man „Die Nachtwache“ nach der langen Renovierung des Rijksmuseums durch sie hinauf. Heute fahren Radfahrer durch die Bogenhalle unter genau jener Öffnung hindurch, durch die die Museumsmitarbeiter einst ihr wichtigstes Gemälde auf die Stadtstraße hinabließen.
Praktisch vor Ort
Öffentlicher Durchgang für Fußgänger und Radfahrer; das Museum ist täglich 09:00-17:00 geöffnet, ein Ticket für eine bestimmte Uhrzeit ist erforderlich.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Hören Sie am Rand der Fußgängerzone zu, ohne auf den Fahrradweg zu treten. Sie können durch das Gebäude ohne Museumsticket gehen, aber der Eintritt in die Ausstellung wird separat geregelt.
