Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Weißer Bau
- Runde Fenster
- Lange Balkone
- Türmchen
Die Geschichte des Ortes
Der weiße Bau mit runden Fenstern, langen Balkonen und einem Türmchen ist mit dem Bug zum Stadtteich ausgerichtet. Der Architekt Weniamin Sokolow entwarf ihn als Haus der Körperkultur: Im Inneren wurden eine Sporthalle, ein Schwimmbad, Umkleideräume und ein Schießstand untergebracht. Am Ufer war eine Wasserstation mit offenen Becken, Sprungtürmen und einem Bootssteg in Betrieb. Sie ist nicht erhalten. Hinter dem Haus ist weiterhin ein Stadion in Betrieb: Heute trainieren hier Leichtathleten, und es wird Feldhockey gespielt.
Der Name entstand vor dem Gebäude. Im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig, als Jekaterinburg Swerdlowsk hieß, gründeten Mitarbeiter der Uralverwaltung der Staatssicherheit eine örtliche Abteilung des Sportvereins Dynamo. Sie wollten die körperliche und kämpferische Ausbildung ihrer Kollegen stärken. Daher befinden sich Stadion, Schießstand, Hallen, Schwimmbäder und Wasserstation in einem einzigen Gelände.
Nach dem Krieg verwandelte man das Stadion im Winter in eine Eisschnelllaufbahn. Die Qualität des Eises hing von der Arbeit der Eisbereiter Alexander Andronikow, Arkadi Tilkijew und Mechak Torosjan ab. Sie gossen und ebneten die Bahn so, dass die Nationalmannschaft hier lieber trainierte und auf dem Swerdlowsker Eis Rekorde der Flachlandbahnen aufgestellt wurden.
Auf diese Bahn kam im Jahr neunzehnhundertsechsundvierzig die zwanzigjährige Studentin Rimma Schukowa. Erst ein Jahr zuvor hatte sie mit dem Schlittschuhlaufen begonnen und kämpfte um einen Platz unter Sportlerinnen, die seit ihrer Kindheit trainierten. Jewgeni Sopow, Eisschnellläufer von Dynamo, war gerade aus dem Krieg zurückgekehrt und wechselte zur Trainertätigkeit. Frauen hielt er für nicht diszipliniert genug, nahm Schukowa aber in seine Gruppe auf.
Bei Sopow bedeuteten zwei Verspätungen innerhalb einer Woche den Ausschluss. Für die Trainingseinheiten gab er Noten, wobei er die Bestnote für Wettkämpfe reservierte: Dort entschied die Stoppuhr. Bereits in ihrer ersten Saison erfüllte Schukowa die Norm für den Titel Meisterin des Sports. Drei Jahre später wurde sie Meisterin der Sowjetunion über tausend Meter und gewann Bronze bei der Weltmeisterschaft. Im Jahr neunzehnhundertfünfundfünfzig gewann sie die Mehrkampf-Weltmeisterschaft; in den vorangegangenen Spielzeiten hatte sie acht Weltrekorde aufgestellt.
Schukowa bewirkte, dass Sopow seine Entscheidung über Frauen im Eisschnelllauf änderte. Er trainierte weiterhin Sportlerinnen, bereitete auch die Weltmeisterinnen Lidija Selichowa und Sofja Kondakowa vor und erhielt im Jahr neunzehnhundertsechsundfünfzig den Titel „Verdienter Trainer der Sowjetunion“.
Das Natureis, auf dem Schukowa lief, ist nicht erhalten: Es wurde jeden Winter neu hergestellt. Erhalten blieb das Stadion, auf dem es lag. Nun ist das Spielfeld von modernen Laufbahnen umgeben, und auf dem weißen Bau steht noch der Name der Sektion, in die Sopow einst die Anfängerin im Eisschnelllauf einlud: „Dynamo“.
Praktisch vor Ort
Die Außenbesichtigung ist von der Olympischen Uferpromenade aus möglich; der Zugang zum Stadion und zu den Innenräumen hängt von Trainingseinheiten und Veranstaltungen ab.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Am besten lässt sich das Bild eines Schiffs aus einiger Entfernung erkennen, wenn sowohl die Silhouette als auch das Wasser sichtbar sind. Versuchen Sie nicht, die abgenommenen Antennen zu suchen: Heute tragen die Form des Baukörpers und seine Details die maritime Metapher.
