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Heilig-Kreuz-Basilika

Bazylika Świętego Krzyża

Die letzte Station beendet den Rundgang mit einem persönlichen Willen, der zwischen Paris und Warschau erfüllt wurde.

15 Min.
Heilig-Kreuz-Basilika in Warschau
Marcin Białek · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Die Marmorplatte im zweiten Pfeiler des linken Seitenschiffs
  • Die Evangelieninschrift auf der Platte

Die Geschichte des Ortes

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Lange vor der heutigen Kirche stand an dieser Stelle eine dem Heiligen Kreuz geweihte Kapelle am Straßenrand. Der Name bezieht sich auf das Kreuz der Kreuzigung Jesu Christi; die Kirche ist auch heute noch eine aktive katholische Kirche und erhielt den Ehrentitel einer Basilica minor schon in diesem Jahrhundert. Im zweiten Pfeiler des linken Seitenschiffs ist eine Marmorplatte mit Evangelienworten über Schatz und Herz zu sehen.

Hinter einer Marmorplatte im zweiten Pfeiler des linken Seitenschiffs ist das Herz von Frédéric Chopin eingemauert. Sein Körper liegt auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris. Der Komponist selbst hatte angeordnet, seine sterblichen Überreste zwischen zwei Städten zu teilen.

Chopin verließ Warschau im November achtzehnhundertdreißig, um seine musikalische Karriere im Ausland fortzusetzen. Kurz darauf begann ein Aufstand gegen das Russische Reich, der anschließend niedergeschlagen wurde, und Chopin kehrte nicht mehr nach Hause zurück. In Paris verdiente Chopin sein Geld vor allem mit privatem Klavierunterricht. Er trat nur selten vor großem Publikum auf, und eine lange Krankheit raubte ihm allmählich die Kräfte, die er sowohl für Konzerte als auch für den Unterricht brauchte.

Im Herbst achtzehnhundertneunundvierzig bat der sterbende neununddreißigjährige Komponist darum, seinen Körper zu öffnen: Er fürchtete, lebendig begraben zu werden. Das Herz sollte nach Warschau gebracht werden. Ludwika Jędrzejewiczowa, Chopins ältere Schwester, die ihn in seinen letzten Monaten gepflegt hatte, übernahm es, diese Bitte zu erfüllen.

Nach dem Tod ihres Bruders legte Ludwika das Herz in Alkohol, in ein versiegeltes Kristallgefäß, das in einen Holzkasten gelegt wurde. Mit einem menschlichen Organ musste sie die Grenze des Russischen Reiches überqueren. Eine verbreitete Legende behauptet, sie habe das Gefäß unter ihrem Kleid verborgen, doch Historiker haben dafür keinen Beleg gefunden. Das Wichtigste ist zuverlässig bekannt: Zu Beginn des Jahres achtzehnhundertfünfzig brachte Ludwika das Herz nach Warschau.

Zunächst befand sich der Kasten in ihrem Haus an der Podwale, dann brachte man ihn in die Katakomben der Heilig-Kreuz-Basilika. Die Wahl erklärte sich durch die Adresse: Es war die Pfarrei der Familie Chopin und lag neben der letzten Warschauer Wohnung des Komponisten. Fast drei Jahrzehnte lang blieb das Herz unten, ohne das heutige Denkmal.

Chopins jüngere Schwester Izabella Barcińska setzte sich für eine würdige und öffentliche Beisetzung ihres Bruders ein. Sie gab Geld für die Grabinschrift, und die Warschauer Musikgesellschaft veranstaltete ein Benefizkonzert, um den fehlenden Betrag aufzubringen. Im Jahr achtzehnhundertachtzig hob man den Kasten aus den Katakomben und mauerte ihn in den Pfeiler ein. In die Platte meißelte man die Worte aus dem Evangelium: „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ Ludwika erlebte diesen Tag nicht mehr; dank Izabella wurde ihr Auftrag zu einem sichtbaren Teil der Kirche.

Das Heilige Kreuz im Namen ist das Kreuz der Kreuzigung Jesu Christi. Eine ihm geweihte Kapelle am Straßenrand stand hier bereits im Jahr eintausendfünfhundertzehn. Das heutige Gebäude ist weiterhin eine aktive katholische Kirche, und den Ehrentitel einer Basilica minor verlieh ihm Papst Johannes Paul II. im Jahr zweitausendzwei.

Im Jahr zweitausendvierzehn nahmen Fachleute den Kasten aus dem Pfeiler und untersuchten das Gefäß, ohne es zu öffnen. Das Herz war erhalten, den Deckel versiegelte man zusätzlich mit Bienenwachs und brachte alles an seinen früheren Platz zurück. Hinter der Marmorplatte stehen weiterhin ineinander gesetzte Holzkästen, und in ihnen befindet sich das Kristallgefäß, das Ludwika aus Paris gebracht hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Offener Stadtraum; wählen Sie einen Aussichtspunkt, der den Fußgängerverkehr nicht behindert.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Das Herz befindet sich im Inneren einer aktiven Basilika, daher hängt der Zugang vom kirchlichen Leben ab. Schalten Sie beim Betreten das Audio aus, stören Sie das Gebet nicht und betrachten Sie die Platte aus respektvollem Abstand.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Rundgang endet am Pfeiler mit Chopins Herz – in der Pfarrei seiner Familie, wo man die letzte Bitte des Komponisten erfüllte.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das wiederaufgebaute Warschau: Warschauer Altstadt und Königsweg“ — 8 Stopps, etwa 1,9 km, 2-2,5 Stunden.

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