Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fassade des Palacios
- Museumseingang
- Fenster des Erdgeschosses
- Räume der europäischen Sammlung
Die Geschichte des Ortes
Die Fassade, der Eingang und die Fenster des Erdgeschosses stammen noch von der privaten Residenz auf dem Cerro Alegre, doch nun arbeitet in ihren Räumen das Museo Baburizza. Die Stadtverwaltung kaufte das Haus im Jahr neunzehnhunderteinundsiebzig den Erben des früheren Besitzers ab, um die Gemälde unter einem Dach zu versammeln, die zuvor fast dreißig Jahre lang ihre Adressen gewechselt hatten. In den unteren Räumen hängen Bilder aus der europäischen Sammlung, eine Etage höher Werke chilenischer Künstler, darunter Ansichten von Valparaíso. So wurde aus einem Privathaus die dauerhafte Adresse der städtischen Sammlung.
Der Palacio trägt den Familiennamen eines Mannes, der ihn nicht gebaut hat. Im Jahr neunzehnhundertsechzehn gab Ottorino Zanelli, ein italienischer Lebensmittelhändler, der aus dem Norden Chiles nach Valparaíso gezogen war, dieses Haus in Auftrag. Er bestimmte die neue Residenz für seine Familie. Nach Zanellis Tod blieb seine Witwe Margarita Morales mit den Kindern zurück und verkaufte das Haus im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig.
Der Käufer war Pascual Baburizza. Als siebzehnjähriger kroatischer Auswanderer begann er in Iquique: Er versorgte Salpeterbetriebe mit Waren und Lebensmitteln. Danach gründete er eigene Handels-, Bergbau-, Banken- und Landwirtschaftsunternehmen. Dieses Kapital ermöglichte ihm, die Residenz auf dem Cerro Alegre zu kaufen und von Europareisen Gemälde mitzubringen. Nach und nach kamen in den hiesigen Räumen Dutzende Landschaften, Porträts und Genreszenen zusammen.
Baburizza war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. In seinem Testament verfügte er, seine europäische Sammlung Valparaíso zu überlassen. Nach seinem Tod im Jahr neunzehnhunderteinundvierzig wurden mehr als siebzig Gemälde zu einer städtischen Sammlung und halfen, das Museo Baburizza wiederzueröffnen.
Das Haus war nicht Teil des Testaments. Es blieb bei Baburizzas Verwandten, während das Museum mit den gestifteten Gemälden fast dreißig Jahre lang von einem Raum in einen anderen umzog. Erst im Jahr neunzehnhunderteinundsiebzig kaufte die Stadtverwaltung die Residenz den Erben ab und brachte hier die städtische Sammlung unter. Baburizzas Gemälde kehrten in die Räume zurück, die einst demselben Besitzer gehört hatten, doch nun erhielten Museumsbesucher Zugang zu ihnen.
Die europäische Sammlung nimmt auch heute das Erdgeschoss ein. Darüber sind chilenische Werke und Gemälde über Valparaíso selbst ausgestellt. Das Haus baute Zanelli, das Museum richtete die Stadtverwaltung ein, und den Familiennamen über dem Eingang hinterließ der zweite Besitzer – der Mann, der der Stadt die Gemälde schenkte, nicht aber den Palacio selbst.
Praktisch vor Ort
Die Website des Museums nennt Dienstag–Sonntag 10:00–18:00; das staatliche Register nennt eine Öffnung um 10:30 und eine Verlängerung im Sommer bis 19:00, daher vor dem Eintritt die aktuelle Seite des Museums prüfen.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Eintritt ins Museum erfordert eine gesonderte Prüfung der Besuchszeiten. Falls es geschlossen ist, betrachten Sie den Palacio nur vom öffentlich zugänglichen Raum aus.
