Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Historisches Gebäude
- Fassade zur Meerseite
- Fensterreihen
Die Geschichte des Ortes
Am siebzehnten August neunzehnhundertsechsunddreißig nahm die Primorskaja ihre ersten Gäste auf. Sie war das erste Hotel, das im sowjetischen Sotschi gebaut wurde. Nach der Nationalisierung richtete man die früheren privaten Hotels als Sanatorien ein, in denen Menschen mit Kurgutscheinen untergebracht wurden und ihnen zusammen mit der Unterkunft eine Behandlung verordnet wurde. Die Primorskaja ließ einen anderen Weg offen: In ihren zweihundert Zimmern wohnten jene, die selbstständig ans Meer gekommen waren.
Während des Krieges wurde der Stadt befohlen, mehr als zwanzigtausend Krankenhausbetten bereitzustellen – doppelt so viele, wie der Vorkriegskurort fasste. Sanatorien, Erholungsheime und Hotels wurden von Gästen geräumt, Möbel hinausgetragen und Betten in den Zimmern aufgestellt. Von neunzehnhundertdreiundvierzig bis neunzehnhundertfünfundvierzig befand sich in der Primorskaja das Lazarett Nummer zweitausendfünfundneunzig. Monatlich behandelte man hier rund fünfhundert Schwerverwundete.
In Erinnerungen, die das Museum von Sotschi bewahrt, ist die Geschichte eines von ihnen erhalten geblieben. Den Soldaten einer Panzerabwehrmannschaft, Romanow, brachte man nach einer schweren Verwundung bei Noworossijsk hierher. Die Lebensmittelversorgung in Sotschi kam nur unregelmäßig an; manchmal fehlte den Lazarettküchen sogar Salz und Zwiebeln. Romanow bat die diensthabende Krankenschwester, die nur unter dem Namen Lida bekannt ist, scherzhaft um Hühnerbrühe. Er rechnete damit, eine weitere Portion Graupenbrei zu bekommen.
Zum Mittagessen brachte Lida ihm eine Schüssel Brühe mit einem Stück Huhn. Geld oder eine Lazarettration dafür gab es nicht: Die Krankenschwester ging zum Markt und tauschte den Vogel gegen ihr letztes Kleid ein.
Romanow überlebte. Nach dem Krieg kam er mehrmals nach Sotschi, suchte Lida und wollte ihr das modischste Kleidungsstück schenken, das er kaufen konnte. Die Krankenschwester konnte er nicht finden.
Nach dem Lazarett bereitete man das Gebäude wieder auf die Aufnahme von Urlaubsgästen vor; das Hotel eröffnete im Jahr neunzehnhundertneunundvierzig. Jetzt wird das historische Gebäude restauriert, Krankensäle und Operationsräume gibt es im Inneren nicht mehr. Vor der Rekonstruktion hing an der Fassade eine Gedenktafel mit der Nummer des Lazaretts. Lidas Name stand nicht darauf.
Praktisch vor Ort
Besichtigung nur von der Straße aus; das historische Gebäude wird rekonstruiert, die Aufnahme der ersten Gäste ist für 2027 angekündigt.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie diese Station als Außenstation: Betreten Sie das Gebäude nicht ohne ausdrücklichen Zugang und behindern Sie weder die Arbeiten noch den Dienstverkehr.
