Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Alte Abzüge
- Glasplatten
- Karten
- Zeitungen und Zeitschriften
Die Geschichte des Ortes
Die Maison de la Photographie de Marrakech befindet sich in einem ehemaligen Funduk, einem Gasthof für Händler und Reisende. Seine Stockwerke wurden für Ausstellungen und das Archiv hergerichtet. Unter den alten Abzügen gibt es hier Glasplatten, Karten, Zeitungen und Zeitschriften. Die Aufnahmen stammen aus der Zeit von tausendachthundertsiebzig bis tausendneunhundertsechzig; die Sammlung umfasst achthundert Platten mit Ansichten des Hohen Atlas.
Patrick Manac'h sammelte seit seinem siebzehnten Lebensjahr alte Fotografien. In Marrakesch setzte er sich gemeinsam mit Hamid Mergani, einem marokkanischen Sammler und künftigen Mitbegründer des Museums, ein konkretes Ziel: frühe Aufnahmen Marokkos in Marokko selbst zugänglich zu machen.
Zu diesem Zeitpunkt war ein erheblicher Teil der fotografischen Vergangenheit des Landes über ausländische Institutionen und Familiensammlungen verstreut. Manac'h und Mergani suchten Abzüge in der Fondation Albert-Kahn, in den Archiven des französischen Protektorats, bei den Erben von Reisenden und bei Europäern, die einst in Marokko gelebt hatten. Es war ein privates Projekt: Einige Materialien kauften sie, andere überließen die Besitzer ihnen als Geschenk.
Im April zweitausendneun erhielten die gesammelten Fotografien in diesem ehemaligen Funduk einen öffentlich zugänglichen Ort. Funduk nannte man einen Gasthof, in dem anreisende Händler und Reisende übernachteten. Manac'h und Mergani richteten seine Stockwerke für Ausstellungen und das Archiv her. Die französische Bezeichnung auf dem Schild – „Maison de la Photographie“ – bedeutet wörtlich „Haus der Fotografie“.
Wichtig ist hier auch die Kehrseite alter Aufnahmen. Sie zeigen Marokko von tausendachthundertsiebzig bis tausendneunhundertsechzig, doch einen erheblichen Teil von ihnen machten Besucher. Der Fotograf entschied, wen er vor die Kamera stellte und was er als alt, exotisch oder als verkäuflich auf einer Postkarte bezeichnete. Deshalb stellen die Mitarbeitenden Aufnahmen, Glasplatten, Karten, Zeitungen und Zeitschriften zusammen: An ihnen lassen sich sowohl das Land als auch die Vorstellungen über das Land erforschen.
Der Bestand wuchs mit der Zeit auf etwa zehntausend Dokumente an. Darunter sind achthundert Glasplatten mit Ansichten des Hohen Atlas. Die Mitarbeitenden wechseln die thematischen Ausstellungen, nehmen neue Schenkungen und Ankäufe entgegen, stellen Forschenden Materialien zur Verfügung und veranstalten Vorführungen in Schulen.
Früher wurde in diesem Haus das Gepäck der Reisenden ausgepackt. Heute wird hier ein anderes Reisegepäck ausgepackt – Platten, Abzüge und Postkarten, die Manac'h und Mergani zu einem öffentlichen Archiv Marokkos zusammengetragen haben.
Praktisch vor Ort
Museum mit Bezahlung vor Ort; aktuelle Öffnungszeiten und Bedingungen bitte im Voraus prüfen.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Geben Sie Ihren Augen Zeit, sich an die kleinen Bilder zu gewöhnen, und informieren Sie sich vor Ort über die Regeln zum Fotografieren der Exponate. Wenn ein historischer Film gezeigt wird, planen Sie dafür gesondert Zeit ein.
