Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Weiße Wand mit Inschrift
- Stufen am Haus
Die Geschichte des Ortes
Vor den Dreharbeiten stand hier ein leer stehendes Haus. Für den Film „The Attorney“, der im Jahr zweitausenddreizehn erschien, wurde es zum Zuhause von Choi Sun-ae, der Inhaberin einer preiswerten Imbissstube, und ihres Sohnes, des Studenten Park Jin-woo, umgebaut. Deshalb finden sich in Reiseführern zwei Bezeichnungen für denselben Ort: „Jin-woos Haus“ und „das Haus aus ‚The Attorney‘“.
Sun-ae sucht Hilfe bei Song Woo-seok, einem erfolgreichen Steueranwalt, der kurz davorsteht, einen lukrativen Mandanten zu gewinnen – ein großes Bauunternehmen. Sie wendet sich gerade an ihn, weil sie den armen Studenten Song Woo-seok einst auf Kredit verköstigt und ihm ein unbezahltes Essen erlassen hatte. Nun wurde ihr Sohn in einem politischen Fall festgenommen. Song Woo-seok erklärt sich zunächst nur bereit, die Mutter zu einem Besuch zu begleiten: Eine umfassende Verteidigung könnte ihn seine Karriere kosten.
Im Besuchsraum wiederholt Jin-woo sein Geständnis, doch Sun-ae und der Anwalt bemerken Spuren von Schlägen an seinem Körper. Der junge Mann gesteht, weil er gefoltert wurde. Danach verbringt Song Woo-seok in der hier gedrehten Szene die Nacht auf den Stufen vor Sun-aes Haus. Am Morgen beschließt er, den Fall zu übernehmen. Der Satz an der Wand – „So darf es nicht sein. Ich nehme den Fall an. Ich werde Verteidiger sein“ – vermittelt diesen Wendepunkt, obwohl die Figur ihre Entscheidung im Film erst im folgenden Gespräch mit einem anderen Anwalt ausspricht.
Song Woo-seok gibt die sichere Arbeit für den Prozess auf. Vor Gericht erzählt Jin-woo, wie man ihm ein Geständnis herausgeprügelt hatte, doch die Verteidigung erreicht keine Freilassung: Der junge Mann wird zu drei Jahren verurteilt, mit der Möglichkeit, ohne Berufung nach zwei Jahren freizukommen. Für Song Woo-seok wird dieser Prozess zum Beginn einer anderen juristischen Praxis. Im Finale, als im Jahr neunzehnhundertsiebenundachtzig bereits er selbst vor Gericht steht, kommen neunundneunzig der einhundertzweiundvierzig Busaner Anwälte, um ihren Kollegen zu verteidigen. Dies ist eine fiktionale Geschichte nach dem Vorbild des realen Burim-Falls; Jin-woo und die Nacht auf diesen Stufen gehören zum Drehbuch, nicht zu den Protokollen jenes Prozesses.
In den ersten dreiunddreißig Tagen sahen zehn Millionen Menschen den Film, und Besucher kamen zu dem leer stehenden Haus. Der Eigentümer überließ es dem Bezirk fünf Jahre lang mietfrei, und Beamte richteten darin ein Informationszentrum für das Dorf ein. Ende zweitausendzwanzig konnte der Vertrag nicht verlängert werden, und das Bezirkszentrum wurde geschlossen. Geblieben sind die Stufen, die weiße Wand und die Worte, nach denen der fiktive Song Woo-seok sich zum ersten Mal als Verteidiger von Jin-woo bezeichnete.
Praktisch vor Ort
Besichtigung nur von außen; das ehemalige Haus-Informationszentrum ist seit dem Ende der kostenlosen Nutzung im Jahr 2020 für freie Besuche geschlossen.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Besichtigen Sie das Haus nur von außen und halten Sie es nicht für ein Museum oder das Wohnhaus des realen Roh Moo-hyun.
