Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Denkmal aus Stein und Bronze
- Donau
- Unterirdischer Durchgang zum Wasser
- Name der Uferpromenade
Die Geschichte des Ortes
Die Donau reicht hier bis dicht an Dorćol heran: Entlang des Wassers zieht sich eine Promenade mit einem Denkmal aus Stein und Bronze und einem Abgang, der unter der Straße zum Fluss führt. An diesem Ufer stand einst die Kafana Jasenica; sie gibt es längst nicht mehr, und beim Bau des unterirdischen Durchgangs fanden Arbeiter die Überreste der Verteidiger der Stadt. Einen Teil bestattete man bei der Ružica-Kirche, einen anderen brachte man in das Soldatenossuarium am Neuen Friedhof Belgrad.
Major Dragutin Gavrilović, Kommandeur des zweiten Bataillons des zehnten Regiments der regulären serbischen Armee, sollte dieses Ufer halten und den Gegner nicht in die Straßen des Unteren Dorćol vordringen lassen. Sein Name steht bis heute in der offiziellen Bezeichnung der Uferpromenade: Obala majora Dragutina Gavrilovića.
Anfang Oktober neunzehnhundertfünfzehn begannen österreichisch-ungarische und deutsche Truppen eine neue Offensive gegen Serbien. Sechzehn österreichisch-ungarische Kompanien setzten über die Donau; diesen Abschnitt verteidigten sechs serbische Kompanien. Gavrilovićs Soldaten saßen in Schützengräben am Wasser und am Eisenbahndamm. Die erste Landungsgruppe empfingen sie mit Gewehren und Handgranaten, fügten ihr schwere Verluste zu und nahmen Gefangene. Während dieser Kampf andauerte, landete weiter östlich ein weiteres österreichisch-ungarisches Bataillon, drang durch die lang gezogene Verteidigungslinie und besetzte einen Teil des Damms. Von dort konnten die Soldaten zu den nächstgelegenen Straßen von Dorćol gelangen, und hinter ihnen würden die folgenden Einheiten den Fluss überqueren.
Gegen halb drei am Nachmittag des siebten Oktober sammelte Gavrilović alles, was in der Nähe noch übrig war: drei Züge seines Bataillons, zwei Züge des benachbarten Bataillons, Freiwillige und städtische Gendarmen. Bei der ehemaligen Kafana Jasenica befahl er, den Damm anzugreifen, und führte die Männer selbst mit dem Säbel in der Hand in den Angriff.
Der Angriff scheiterte unter Feuer vom Ufer und von gepanzerten Flussmonitoren. Viele Soldaten fielen, Gavrilović wurde am Hals verwundet. Noch am selben Tag brachte man ihn mit dem Zug in ein Militärhospital in Čačak. Nach drei Wochen kehrte er in die Reihen zurück und zog sich gemeinsam mit der Armee zurück. Serbische Einheiten verließen Belgrad in der Nacht vom zehnten auf den elften Oktober; österreichisch-ungarische und deutsche Truppen hielten die Stadt bis November neunzehnhundertachtzehn.
Auf dem Denkmal für die Verteidiger Belgrads ist Gavrilovićs berühmter Befehl eingemeißelt: Das Regiment sei angeblich bereits aus den Listen gestrichen, und seine Soldaten sollten sich nicht länger um ihr Leben sorgen. Die genauen Worte bleiben eine Überlieferung. Es gibt kein stenografisches Protokoll der Schlacht, der vollständige Text erschien später in den Erinnerungen eines Teilnehmers, und Historiker streiten darüber, ob der Major genau eine solche Rede hielt. Der Gefechtsbericht bestätigt etwas anderes: Gavrilović führte die Männer in den Angriff, der Angriff misslang, und der Kommandeur wurde am Hals verwundet.
Im Jahr neunzehnhundertvierunddreißig fanden Arbeiter beim Bau des unterirdischen Durchgangs von Dorćol zur Donau die Knochen gefallener Verteidiger. Einen Teil der Überreste bestattete man bei der Ružica-Kirche, einen anderen brachte man in das Soldatenossuarium am Neuen Friedhof Belgrad. Die Kafana Jasenica gibt es nicht mehr. Am Ufer blieben Gavrilovićs Name, ein Denkmal aus Stein und Bronze sowie ein Durchgang zum Wasser, der durch die Stelle angelegt wurde, an der seine Soldaten lagen.
Praktisch vor Ort
Öffentliche Stadtpromenade; einzelne Sportanlagen, Türme, Cafés, Clubs und Baustellen haben eigene Öffnungszeiten.
Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Nehmen Sie sich Zeit für das Denkmal, ohne sich unterwegs hetzen zu lassen; die Flusslandschaft ist hier als historischer Schauplatz wichtig, nicht als Kulisse für Vergnügungen.
