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Tinchurin-Theater

Кәрим Тинчурин исемендәге Татар дәүләт драма һәм комедия театры

Das Finale führt auf einer Bühne zwei Umzüge, zwei Ensembles und den langen Kampf um Arbeitsraum zusammen.

22 Min.
Ehemaliges Gebäude des Kamal-Theaters am Kaban-See mit zwei steilen Dachschrägen.
Vyacheslav Kirillin · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Dreieckige Silhouette des Gebäudes
  • Zum Kaban-See gerichtete Fassade
  • Großer Saal
  • Kleiner Saal

Die Geschichte des Ortes

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Die Künstler des von Karim Tinchurin geschaffenen Ensembles brachten Aufführungen in tatarische Dörfer und kamen fünfundfünfzig Jahre ohne feste Spielstätte aus. Heute belegt das nach ihm benannte Theater den Großen und Kleinen Saal im dreieckigen Baukörper, dessen Fassade zum Kaban-See weist. Tinchurins musikalisches Drama „Der blaue Schal“ war die Inszenierung, mit der diese Bühne eröffnet wurde.

Diese Bühne wurde für das Tatarische Akademische Kamal-Theater gebaut – benannt nach Galiasgar Kamal, einem Dramatiker, der an den Anfängen des öffentlichen Theaters in tatarischer Sprache stand. Die Arbeiten begannen im Jahr neunzehnhundertzweiundsiebzig und zogen sich fast anderthalb Jahrzehnte hin. Die Finanzierung wurde mal gekürzt, mal anderen Aufgaben zugewiesen.

Der Chefregisseur Marsel Salimdschanow kämpfte dafür, dass der ursprüngliche Kostenvoranschlag vollständig erhalten blieb. Er war für das Ensemble verantwortlich und wusste, was solche Einsparungen kosteten: Aus dem Projekt wären Räume verschwunden, in denen die Schauspieler proben, sich umziehen und Aufführungen vorbereiten sollten. Salimdschanow gab bei keinem Rubel nach, und das Gebäude wurde schließlich fertiggestellt, ohne die wichtigsten Säle und Foyers zu kürzen.

Doch seine Eröffnung wurde zum achtzigsten Jubiläum des tatarischen Theaters verlangt, als der Betriebsteil noch unvollendet war. Salimdschanow widersetzte sich dem Umzug, konnte ihn jedoch nicht ablehnen. Später erinnerten sich seine Schüler daran, dass sich hinter den für Zuschauer zugänglichen Sälen Enge verbarg: Als einziger Probenraum diente ein kleines ehemaliges Regisseurbüro, und in einer Garderobe machten sich zugleich vier Künstler fertig. Das Ensemble erhielt ein großes Haus, passte es aber noch viele Jahre lang an die tägliche Arbeit an.

Im Januar neunzehnhundertsiebenundachtzig wurde die neue Bühne mit „Der blaue Schal“ eröffnet. Dieses musikalische Drama schrieb Karim Tinchurin – der Mann, dessen Name jetzt am Gebäude steht. Theater bedeutete für ihn nicht nur die Bühne von Kasan. Im Jahr neunzehnhundertdreiunddreißig erreichte der Dramatiker und Regisseur die Gründung eines besonderen Ensembles, das Aufführungen in tatarische Dörfer bringen sollte. Man organisierte es als eine Filiale des Tatarischen Akademischen Kamal-Theaters. Die erste Aufführung, Tinchurins und Kavi Nadschmis Stück „Die Familie von Großvater Bulat“, spielten die Künstler im Dorf Schali, woraufhin sie auf dauerhafte Gastspielreisen gingen.

Dieses Ensemble hatte fünfundfünfzig Jahre lang keinen eigenen festen Zuschauerraum. Im Jahr neunzehnhundertachtundachtzig erhielt es den Namen seines Gründers, wurde als festes Theater eingestuft und bekam an der Gorki-Straße das Ehemalige Gebäude des Kamal-Theaters. Als die Kamal-Leute im Jahr neunzehnhundertsechsundachtzig jene Bühne zugunsten dieses Gebäudes am Kaban-See verließen, zog das Tinchurin-Theater ihnen folgend dort ein.

Im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig wiederholte sich die Geschichte unter derselben Adresse. Das Kamal-Theater zog in einen neuen Komplex am anderen Ufer des Kaban-Sees, und das Ensemble des Tinchurin-Theaters erhielt den frei gewordenen Großen und Kleinen Saal. Am zehnten Oktober spielte es hier seine erste Premiere – „Der Traum folgend“.

Auf der Bühne, die im Jahr neunzehnhundertsiebenundachtzig mit Tinchurins „Der blaue Schal“ eröffnet wurde, spielt nun dauerhaft die von ihm einst geschaffene ländliche Wandertheatertruppe.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort22 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittaußen; innen mit Eintrittskarte

Im Gebäude arbeitet das nach Karim Tinchurin benannte Theater; die Kasse ist von 10:00 bis 19:00 geöffnet, der Zugang zum Saal ist nur mit Eintrittskarte möglich.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie das Gebäude frei von der Uferpromenade aus; prüfen Sie den Zugang ins Innere und das Theaterprogramm gesondert. Betrachten Sie das Foyer während der Vorbereitung von Veranstaltungen nicht als öffentlich zugänglichen Durchgangsraum.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet an der Bühne, die eine tatarische Truppe freigab und auf die eine andere mehr als ein halbes Jahrhundert wartete.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Alttatarische Siedlung: Kaban-See, Kaufleute und die tatarische Bühne“ — 8 Stopps, 3,6 km, 3 Std. 20 Min..

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