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Trubezkoi-Hausmuseum

Дом князя Сергея Трубецкого

Das Finale zeigt, wie eine falsche Zuschreibung selbst Teil der Geschichte dieses Ortes wurde.

40 Min.
Das Trubezkoi-Hausmuseum in Irkutsk.
Fanzuga · Public domain; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Museumsschild
  • Holzfassade
  • Fenster des Anwesens

Die Geschichte des Ortes

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Der Familienname auf dem Museumsschild lässt das Haus von Sergej Trubezkoi erwarten. Nach der heutigen offiziellen Version des Museums wohnte der Dekabrist jedoch nicht in diesen Mauern. Gerade dieser Irrtum führte das Museum hierher.

Sergej Trubezkoi war Gardekolonel und einer der Anführer der geheimen Gesellschaft, die den Aufstand des Jahres achtzehnhundertfünfundzwanzig vorbereitete. Nach dem Prozess durchlief er Zwangsarbeit und Verbannungssiedlung. Im Jahr achtzehnhundertfünfundvierzig durfte die Familie wegen der Ausbildung der Kinder nach Irkutsk ziehen. Die Trubezkois ließen sich jenseits der Uschakowka, nahe dem Snamenski-Kloster, nieder. Ihr geräumiges Haus wurde mit dem Geld der Mutter von Jekaterina Trubezkaja gekauft; dort lebten die eigenen Kinder des Ehepaars und mehrere Pflegekinder. Dieses Haus brannte im Jahr neunzehnhundertacht ab.

An der damaligen Hauptarsenalstraße, der heutigen Dserschinski-Straße, stand ein anderes hölzernes Herrenhaus. Alteingesessene brachten es mit den Trubezkois in Verbindung. Möglicherweise bewahrte die Erinnerung eine tatsächliche, aber indirekte Verbindung: Einer Archivversion zufolge ließ sich hier Anna Mischtoft nieder, ein Pflegekind der Familie Trubezkoi. Es gibt auch die Vermutung, dass das Ehepaar dieses Haus für eine ihrer verheirateten Töchter einrichten wollte. Forschende fanden keine Belege dafür, dass das Anwesen Sergej Trubezkoi gehörte.

Im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig vertraute der Stadtrat den mündlichen Erzählungen und ließ eine gusseiserne Tafel an der Fassade anbringen. Sie behauptete, Trubezkoi habe hier von achtzehnhundertfünfundvierzig bis achtzehnhundertsechsundfünfzig gelebt. Einige Jahre später wurde die Bezeichnung „Haus Trubezkois“ bereits als feststehende Tatsache wahrgenommen.

In den sechziger Jahren setzte sich der Vorsitzende des Irkutsker Stadtvollzugskomitees, Nikolai Salazki, für die Eröffnung eines eigenen Dekabristenmuseums ein. Im echten Haus der Wolkonskis befanden sich damals mehr als zwanzig Gemeinschaftswohnungen, hier dagegen fünf. Die Beamten wählten das weniger bewohnte Herrenhaus mit einem bereits vorhandenen Erinnerungsnamen. Fünf Jahre lang stellte die Architektin und Restauratorin Galina Oranskaja sein historisches Erscheinungsbild wieder her. Am neunundzwanzigsten Dezember neunzehnhundertsiebzig wurde hier die Ausstellung „Dekabristen in Irkutsk“ eröffnet – der erste Saal des künftigen Irkutsker Dekabristenmuseums.

Heute gibt es im Inneren keine erhaltenen Räume, in denen Sergej und Jekaterina Trubezkaja wohnten. Die Einrichtung stellt ein Adelshaus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts nach, während echte Briefe, Bücher und persönliche Gegenstände die Familiengeschichte belegen. Auf dem Schild blieb der Familienname Trubezkoi erhalten; die Behauptung der alten gusseisernen Tafel wiederholt das Museum nicht mehr.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort40 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittmit Ticket

Offizielle Öffnungszeiten: 10:00–18:00, dienstags geschlossen; Eintrittskarten und Sonderprogramme auf der Website des Museums prüfen.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für die Innenräume ist ein gesonderter Museumsbesuch nötig, nachdem die Öffnungszeiten vorab geprüft wurden. Verstehen Sie die umstrittene Zuschreibung als Teil der Ortsgeschichte, nicht als einen verborgenen Mangel.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am Schild, das die letzte Frage zum Wort „echt“ offenlässt.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das alte Irkutsk: Angara, Holzviertel und Dekabristen“ — 7 Stopps, 5,2 km, 4–5 Std..

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