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Matthiaskirche

Mátyás-templom

Um zu verstehen, warum zwei königliche Eheschließungen Matthias keinen legitimen Erben sicherten.

30 Min.
Bemalte Gewölbe und das Kirchenschiff im Inneren der Matthiaskirche.
Zairon · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Südturm
  • Kopie des Wappens mit dem Raben
  • Kleiner Südeingang
  • Fassade der aktiven Kirche

Die Geschichte des Ortes

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Der Südturm erhebt sich über der alten Kirche im Burgviertel von Buda; der Schild mit dem Raben an seiner Fassade wiederholt das mittelalterliche königliche Wappen. Das Original wird im Inneren aufbewahrt, draußen hat man seine Kopie belassen. An der Südwand ist ein kleiner Eingang erhalten, der in der Stadt als Brauttor bekannt ist; die Verbindung dieses Namens mit tatsächlichen Ereignissen ist durch Dokumente nicht bestätigt.

Vor uns liegt eine aktive katholische Pfarrei. Ihr offizieller Name lautet Kirche Mariä Himmelfahrt im Burgviertel von Buda; hier werden weiterhin Messen gefeiert. Matthias im gebräuchlichen Namen ist kein Heiliger, sondern der ungarische König Matthias Corvinus, der den Beinamen Corvinus trug.

Im Jahr eintausendvierhundertdreiundsechzig wurde er hier mit Katharina von Podiebrad, der dreizehnjährigen Tochter des böhmischen Königs, getraut. Für Matthias sollte diese Ehe das Bündnis mit Böhmen festigen und einen legitimen Erben bringen. Einige Monate später brachte Katharina einen Sohn zur Welt. Das Kind starb, und kurz nach der Geburt starb auch die vierzehnjährige Königin.

Eine neue Heirat erforderte zwölf Jahre Verhandlungen. Von der kaiserlichen und der polnischen Herrscherfamilie erhielt Matthias Absagen; ohne einen legitimen Sohn riskierte er, den Thron ohne anerkannten Nachfolger seiner Dynastie zu hinterlassen. Schließlich einigte er sich mit dem König von Neapel. Dessen Tochter Beatrix von Aragón sollte ungarische Königin und Mutter eines Erben werden.

Am zweiundzwanzigsten Dezember eintausendvierhundertsechsundsiebzig wurden Matthias und Beatrix in dieser Kirche getraut. Die Feierlichkeiten dauerten bis zum Dreikönigstag. Beatrix blieb keine zeremonielle Figur: Ihr Mann ließ sie an Staatsangelegenheiten teilhaben und berücksichtigte die Interessen ihrer neapolitanischen Verwandten. Doch in vierzehn Ehejahren bekamen die Eheleute keine Kinder.

Matthias versuchte, den Thron seinem unehelichen Sohn János Corvinus zu übertragen. Nach dem Tod des Königs stellte sich Beatrix gegen János: Die verwitwete Königin musste ihre Stellung bewahren, und seine Thronbesteigung versprach ihr das nicht. Sie unterstützte einen anderen Anwärter, Vladislav II., und dieser heiratete sie und erhielt die Krone. Danach erreichte Vladislav die Anerkennung der Ungültigkeit der Ehe. Beatrix verlor ihren Titel, reiste nach Neapel und kehrte nie als Königin nach Ungarn zurück. Auch János Corvinus erhielt den Thron nicht.

Von dieser dynastischen Geschichte blieben zwei Spuren. Den kleinen Eingang auf der Südseite nennt man der Überlieferung nach Brauttor: Angeblich betraten beide Ehefrauen von Matthias durch ihn die Kirche, doch dafür gibt es kein verlässliches Zeugnis. Sicher befand sich dagegen am Südturm ein königliches Wappen mit einem Raben, dem Familienzeichen des Hauses Hunyadi. Draußen ist heute eine Kopie angebracht, das mittelalterliche Original wird im Inneren aufbewahrt. Zuerst nannte man den Turm Matthiasturm, dann ging der Name Matthias auf die ganze Kirche über – eben jene Kirche, in der der König zweimal getraut wurde und dennoch keinen legitimen Erben bekam.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktFischerbastei
Eintrittmit Ticket

Die offizielle Website zeigt die Öffnungszeiten für den jeweiligen Tag an; am Tag der Überprüfung waren 13:15—17:00 angegeben. Vor dem Kauf einer Eintrittskarte fordert die Website ausdrücklich dazu auf, die Öffnungszeiten zu prüfen; Gottesdienste und Veranstaltungen verändern den touristischen Zugang.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Fassade und die wichtigsten Details können von außen besichtigt werden. Planen Sie den Besuch des Inneren gesondert und stimmen Sie ihn mit den kirchlichen Veranstaltungen ab; während eines Gottesdienstes sollte die Kirche nicht als touristisches Objekt betrachtet werden.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie hinter die Kirche zu den Bastionsarkaden.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Burgviertel von Buda: Palast, Plätze und Bastion“ — 8 Stopps, etwa 3 km, 3–4 Stunden.

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